Bioplastik ist laut Definition ein biologisch abbaubarer oder biobasierter Kunststoff. Biologisch abbaubar, auch kompostierbar, bedeutet dabei, dass der Biokunststoff unter bestimmten Voraussetzungen durch Pilze oder Mikroorganismen abgebaut werden kann. Biobasiert besagt, dass der Kunststoff weitestgehend oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurde.
Biokunststoff aus Reststoffen kann auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. Am häufigsten werden derzeit Polymilchsäuren, sogenannte PLAs, zur Herstellung von Bioplastik verwendet. Diese werden aus Mais oder Zuckerrohr gewonnen. Dass sie am häufigsten zum Einsatz kommen, liegt nicht zuletzt auch daran, dass sie aus Fabriken stammen, die auch Produkte wie beispielsweise Ethanol herstellen. Dadurch ist PLA günstiger als andere biologische Kunststoffe.
Eine andere Herstellungsweise ist die Nutzung von Biopolymeren, auch bekannt als Polyhydroxyalkanoate oder kurz PHA. Diese Stoffe werden von Mikroorganismen erzeugt. Während man gerade in Lebensmittelverpackungen auf PLA, also auf Bioplastik aus Polymilchsäuren, setzt, werden im medizinischen Bereich zumeist PHA eingesetzt. Daraus entstehen beispielsweise Fäden und Gefäß-Patches.
Wie du sehen kannst, kann Bioplastik ganz unterschiedlich sein. Dies führt dazu, dass es keine genaue Definition gibt und du nicht wissen kannst, wie umweltfreundlich das „Ökoplastik“ tatsächlich ist.